ICL (Implantierbare Kontaktlinsen)
OP-VERFAHREN
Bei sehr hohen Fehlsichtigkeiten oder anatomischen Besonderheiten, beispielsweise bei einer zu dünnen Hornhaut, können laserchirurgische Verfahren nicht angewendet werden. In diesen Fällen kommen die linsenchirurgischen Methoden zum Einsatz. Bei der ICL (engl. Implantable Contact Lens) setzt der Chirurg eine intraokulare Kontaktlinse zwischen Iris und Linse in die Hinterkammer des Auges ein. (siehe Abb.) Die Naheinstellungsfähigkeit (Akkommodation) der körpereigenen Linse bleibt dabei erhalten. Auch das Hornhautzentrum bleibt bei diesem Verfahren unberührt. Das ICL-Verfahren wird seit 1997 erfolgreich in Deutschland angewandt.
Einsatzgebiete der ICL:
• Kurzsichtigkeit: -6 bis -20 dpt
• Weitsichtigkeit: +3 bis +10 dpt
• Hornhautverkrümmung: möglich bei Kurzsichtigkeit
Eine weitere Möglichkeit der zusätzlichen Linsenimplantation bietet die Artisan-Linse. Das ist eine spezielle Vorderkammerlinse, die auf der Iris in der Vorderkammer des Auges befestigt wird. Zur Implantation eröffnet der Chirurg das Auge am Rand der Hornhaut mit einem kleinen Schnitt. Diese Öffnung wird so präpariert, dass sie sich am Ende der Operation von selbst verschließt. In der Regel muss das Auge deshalb nicht genäht werden. Der Eingriff findet in der Regel unter örtlicher Betäubung statt.
