Keratokonus
OP-VERFAHREN
Wenn bei Ihnen der Verdacht geäußert wurde, dass sie eine Keratokonus-Erkrankung haben, oder Sie es bereits genau wissen, möchten wir Sie hier auf dieser Seite über das Krankheitsbild des Keratokonus informieren, und aufzeigen welche modernen Behandlungsmethoden heute zur Verfügung stehen.
Diese Seite ersetzt nicht die persönliche Beratung und ärztliche Untersuchung, soll aber Ihnen vorab Informationen bereitstellen, damit Sie Ihr Krankheitsbild gut verstehen können. Kontakt können Sie über unser Kontaktformular oder Telefonisch jederzeit mit uns aufnehmen.
Professor Duncker führt bereits seit mehr als 5 Jahren UVA-Crosslinking durch und hat bereits hunderte Patienten erfolgreich damit behandelt.
Was ist Keratokonus?
Der Keratokonus ist eine Erkrankung der Hornhaut. In der Regel handelt es sich um eine angeborene Erkrankung. Ein Erbgang ist bekannt (autosomal dominant oder autosomal rezessiv).
Was ändert sich an der Hornhaut?
Durch eine veränderte Struktur der Hornhaut kommt es zu einer Ausdünnung an bestimmten Teilen der Hornhaut. Die Hornhaut, welche nach außen eigentlich wir eine Kugeloberfläche ist, verändert ihre Form und wird eher kegelförmig.
Wann beginnt die Krankheit?
Der Keratokonus ist eine Erkrankung die meist in der Jugend auftritt bzw. im frühen Erwachsenalter Symptome zeigt. Erstes Zeichen ist oft, dass die Brille sich verändert und die Hornhautverkrümmung zu nimmt. Leider kommen viele Patienten erst zum Augenarzt, wenn der Optiker mit einem Brillenglas die Sehschärfe nicht verbessern kann.
Bereits 2000 berichtete Prof. Duncker bei einer Pressekonferenz der Augenärztlichen Akademie Deutschlands darüber.
Betrifft die Erkrankung beiden Augen?
Zunächst ist in vielen Fällen erst ein Auge betroffen. Es handelt sich aber um eine beidseitige Erkrankung, so dass das noch nicht betroffen Auge genau untersucht werden muss.
Wie häufig ist Keratokonus?
Der Keratokonus tritt mit einer Häufigkeit von 1 auf ca. 2000 Einwohner auf. Allerdings gibt es hier starke regionale Schwankungen. In der Mittelmeerregion ist die Häufigkeit viel höher.
Wie erkennt der Augenarzt die Erkrankung?
Bei einer Routine Augenuntersuchung kann der Augenarzt so genannte klinische Zeichen am Auge mit dem Mikroskop sehen:
- Eisenablagerung in der Hornahaut (Fleischer-Ring)
- Vogt’sche Linien
- bei sehr fortgeschritten Fällen sogar Trübungen in der Hornhaut
- bzw. wie im Bild oben, kann man die kegelförmige Auswölbung bereits mit
den bloßen Auge sehen
Gibt es eine Früherkennung?
Ja. Mit modernen Geräten, wie zum Beispiel der Pentacam, können sehr genaue Aufnahme von der Hornhautvorder- und Rückfläche der Hornhaut gemacht werden. Es wird eine s.g. Topographie erstellt. Über verschieden Indizes und Formeln kann eine Riskoabschätzung durchgeführt werden. Ebenso kann in Folgeuntersuchungen ein Fortschreiten bereits sehr früh festgestellt werden, lange bevor es symptomatisch wird.
Was kann ich tun, wenn bei mir ein Keratokonus diagnostiziert wurde?
Wir oder einen anderes spezialisiertes Zentrum klassifizieren zunächst den Keratokonus in vier Stadien. Dies ist entscheidend für die Wahl der Therapie.
Welche Therapien gibt es denn?
Hier muss man unterscheiden zwischen Behandlung die die Progression stoppen (1) und Behandlungen die das Sehen verbessern (2) und die Ultima ratio (letzte Option) wenn der Keratokonus zu weit fortgeschritten ist (3).
(1) UVA-Crosslinkung (Synonyme: UV-X; Vernetzung, Kollagencrosslinking)
(2) Corneale Implantate – Intacs
Zirkuläre Keratomie
Formstabile Kontaktlinsen
In bestimmte Fällen – implantierbare Kontktlinse (ICL)
(3) Perforiende Keratoplastik
Lamelierende Keratoplastik (hier wird der vordere Anteil
der Hornhaut transplantiert)
Was ist UVA-Crosslinking genau?
Bei UVA-Crosslinking wird als erstes die oberflächliche Schicht der Hornhaut (Epithel) entfernt. Das Auge wird vorher betäubt, somit ist die Prozedur schmerzfrei. Im zweiten Schritt wird eine Vitamin-B-Lösung (Riboflavin) auf die Hornhaut getropft, so dass diese in die Hornhaut einwirken kann. Nach einer Einwirkzeit wird dann die Hornhaut mit UVA-Licht bestrahlt. Hierdurch kommt es nun zu einer photochemischen Reaktion und Kollagenfasern („das Gerüst der Hornhaut“) bilden neue zusätzliche Verbindungen aus, sie vernetzen sich. Es konnte in Studien nachgewiesen werden, dass es nach einer Vernetzung zu keiner weiteren Progression kommt. Dies konnte durch die Verfestigung der oberen 200-350 µm der Hornhaut durch das UVA-Crosslinking erreicht werden. Vielen Patienten ist dadurch eine Hornhauttransplantation erspart geblieben. Nebenwirkungen wie Zerstörung von Hornhautstrukturen oder Linsentrübungen wurden nicht festgestellt. Lediglich eine leichte hauchige Trübung der Hornhaut in den ersten Wochen nach der OP wurde in einigen Fällen beobachtet.



