Multifokale Linsen
OP-VERFAHREN
Seit 2004 werden ReSTOR-Multifokallinsen in Deutschland eingesetzt – allerdings zunächst nur von wenigen ausgewählten und speziell geschulten Ärzten und unter Erfassung der erzielten Seh-Ergebnisse zur Erhebung wissenschaftlicher Studiendaten. Im September 2005 wurde die ReSTOR-Linse mit Blaulichtfilter nach Abschluss der erforderlichen Studien von der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA zugelassen und soll nun auch in Deutschland allen Patienten zugänglich gemacht werden.
Herkömmliche Multifokallinsen basieren entweder auf dem Prinzip der Lichtbrechung (Refraktion) oder der Lichtbeugung (Diffraktion). Während bei der Refraktion die Lichtstrahlen beim Passieren einer glatten, kontinuierlichen Linse zu einem festen Brennpunkt hin gekrümmt werden, funktioniert die Diffraktionsoptik über kleine kreisförmige Stufen auf der Linsenoberfläche, deren Abstand zum Rand der Linse hin schmaler wird. An diesen Stufen wird das einfallende Licht gebeugt – ähnlich wie Wasserwellen, die auf ein Hindernis treffen. An den Punkten, an denen sich die resultierenden Lichtwellen wieder schneiden, entstehen scharfe Bilder – also mehrere Bereiche des scharfen Sehens.
Die ReSTOR-Technologie kombiniert erstmalig refraktive und diffraktive Optikbereiche und optimiert die Sehqualität darüber hinaus über die so genannte Apodisierung! Unter Apodisierung versteht man die mikrofeine, graduelle Abnahme der diffraktiven Stufenhöhe zum Rand der Linse hin – dies schafft einen weichen Übergang zwischen Nah- und Fernbrennpunkten und verringert unerwünschte Lichtsensationen auf ein Minimum.
